Tarifrunden Handel NORD 2021

Vor zweiter Verhandlungsrunde

Tarifrunden Handel NORD 2021

Vor zweiter Verhandlungsrunde

Tarifrunde im Groß- und Außenhandel Mecklenburg-Vorpommern
Ohne uns kein Geschäft ver.di Ohne uns kein Geschäft  – Tarifrunden Handel 2021


Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, werden die Tarifverhandlungen über Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen für die rund 15.000 Beschäftigten im Groß- und Außenhandel in Mecklenburg-Vorpommern am kommenden Mittwoch, den 29. September, in zweiter Verhandlungsrunde fortgesetzt. 

Das bisher vorliegende Angebot der Arbeitgeber ist für die Beschäftigten völlig unzureichend und damit nicht akzeptabel. 

ver.di Verhandlungsführerin Heike Lattekamp: „Trotz einer guten wirtschaftlichen Ausgangslage in der Branche bieten die Arbeitgeber bisher nur Reallohnverlust. Richtig wütend hat die Beschäftigten gemacht, dass die Arbeitgeber einerseits nur 1,5% angeboten haben aber andererseits der Arbeitgeberverband seinen Mitgliedsfirmen bereits eine Erhöhung von 2 % empfiehlt. Die Verbandsempfehlung ist somit besser, als das uns vorgelegte Angebot. Damit heizt der Arbeitgeberband den Tarifkonflikt weiter an.“ 

Wir erwarten Bewegung bei den Arbeitgebern und ein deutlich verbessertes Angebot, das Respekt und Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten zum Ausdruck bringt.“, sagt Lattekamp weiter. 

Die Arbeitgeber boten bislang folgende Tariferhöhungen an (Laufzeit: 24 Monate, 1.5.2021 bis 30.04.2023): 

  • Ab 1. März 2022 um 1,5%
  • Ab 1. November 2022 um weitere 1,0% 

Für wirtschaftlich starke Unternehmen und solche, die infolge der Pandemie geschädigt wurden, sollen die Tariferhöhungen vier bis sechs Monate früher bzw. später gelten.

Zudem zahlen wirtschaftlich starke Unternehmen im Juni 2021 eine nicht tabellenwirksame Einmalzahlung von 150 €. 

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 145 Euro, mindestens um 6 %
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 70 Euro pro Ausbildungsjahr
  • Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 12 Monaten haben
  • Es wird ein tarifliches Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde gefordert 
  • Außerdem fordert die Gewerkschaft von den Arbeitgebern die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge, damit diese für alle Betriebe in der Branche gelten. Nur so lassen sich Tarifflucht und Dumpinglöhne verhindern. 

Die Tarifverhandlung beginnt um ca. 10 Uhr und findet coronabedingt in digitaler Form statt.