Tarifrunden Handel NORD 2021

Forderungen beschlossen!

Tarifrunden Handel NORD 2021

Forderungen beschlossen!

Tarifrunde im Einzelhandel Schleswig-Holstein
Ohne uns kein Geschäft ver.di Ohne uns kein Geschäft  – Tarifrunden Handel 2021


ver.di Nord beschließt Forderungen zur Tarifrunde Einzelhandel  Schleswig-Holstein

Die Große Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) hat für die rund 93.000 Beschäftigten des Einzelhandels in Schleswig-Holstein soeben folgende Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde zu Löhnen, Gehältern und Ausbildungsvergütungen beschlossen:

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 % plus 45 Euro
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 70 Euro pro Ausbildungsjahr
  • Die neuen Tarifverträge sollen eine Laufzeit von 12 Monaten erhalten
  • Der Tarifvertrag soll für allgemeinverbindlich erklärt werden
  • Ein tarifliches Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde

„Während der Pandemie haben die Beschäftigten unter erschwerten Arbeitsbedingungen und gestiegenem Arbeitsdruck dafür gesorgt, dass in weiten Teilen der Branche sehr gute Umsätze und Gewinne erzielt wurden; daran müssen sie jetzt auch beteiligt werden“, so Matthias Baumgart, der zuständige Verhandlungsführer von ver.di Nord.

„In Fällen, in denen Unternehmen aufgrund der aktuellen Krise in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind, ist ver.di zu Verhandlungen über Regelungen bereit, mit denen unter Einbeziehung von Zukunfts- und Beschäftigungssicherung angepasste tarifliche Lösungen erzielt werden sollen“, so Baumgart weiter.

Tarifliche Erhöhungen sind dringend nötig, um der drohenden Altersarmut vieler Beschäftigte im Groß- und Außenhandel entgegenzuwirken.

Bei einem Rentenniveau von 50 % des letzten Nettoentgelts ergibt sich bei einem Einkommen von 2500 Euro und 35 Arbeitsjahren ohne Unterbrechung eine monatliche Bruttorente von lediglich 937 Euro.

Die Beschäftigten im Einzelhandel haben ein Recht darauf, nach ihrem harten Arbeitsleben ein würdevolles Leben ohne große finanziellen Sorgen führen zu können. Dafür müssen wir gemeinsam – in von der Pandemie geprägten schwierigen Zeit – kämpfen.

Die Tarifverträge zum Entgelt wurden fristgerecht zum 30. April 2021 gekündigt.

Ein erster Verhandlungstermin steht noch nicht fest.