Tarifrunden Handel NORD 2021

Arbeitgeber bietet Beschäftigten nur Reallohnverlust für die …

Tarifrunden Handel NORD 2021

Arbeitgeber bietet Beschäftigten nur Reallohnverlust für die nächsten Jahre

Tarifrunde im Groß- und Außenhandel Mecklenburg-Vorpommern
Ohne uns kein Geschäft ver.di Ohne uns kein Geschäft  – Tarifrunden Handel 2021


Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel erneut ohne Ergebnis

Die heutige dritte Verhandlungsrunde für die rund 15.000 Beschäftigten des Groß- und Außenhandels in Mecklenburg-Vorpommern endete ohne Annäherung der Tarifparteien. Die Arbeitgeberseite legte zwar ein neues Angebot vor, das jedoch von ver.di als viel zu niedrig zurückgewiesen wurde. Die Verhandlungen werden am 04. November fortgesetzt. 

Das heutige Arbeitgeberangebot sieht folgende Tariferhöhungen bei einer Laufzeit von 24 Monaten (01.05.2021 bis 30.04.2023) vor:

  • 2 % mehr Lohn und Gehalt ab 01.12.2021 (nach sieben Nullmonaten ohne Erhöhung),
  • eine weitere Erhöhung um 2 % ab 01.08.2022 (nach weiteren drei Nullmonaten).

Die ver.di-Verhandlungskommission hat das Angebot als viel zu niedrig und nicht verhandelbar abgelehnt. ver.di-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp: " Das Angebot der Arbeitgeber gleicht bei weitem nicht die aktuell prognostizierten Preissteigerungen in diesem und nächsten Jahr aus. Zehn Nullmonate (von insgesamt 24 Monaten), in denen es keine Erhöhung geben soll – das ist keine Basis für ernsthafte und zielführende Verhandlungen! Und das alles bei vorausgesagten Preissteigerungen von 3 % im laufenden und ca. 2,5 % im nächsten Jahr und der Tatsache, dass die Umsätze im Groß- und Außenhandel nach dem 1. Halbjahr 2021 wieder über dem Vorkrisenniveau liegen." 

"Wertschätzung für die geleistete Arbeit der Beschäftigten sieht anders aus als das, was die Arbeitgeber heute abgeliefert haben. Die angemessene Antwort aus den Betrieben wird nicht lange auf sich warten lassen", so Heike Lattekamp. 

ver.di erhebt folgende Tarifforderungen: 

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 145 Euro, mindestens um 6 %
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 70 Euro pro Ausbildungsjahr
  • Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 12 Monaten haben
  • Es wird ein tarifliches Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde gefordert 
  • Außerdem fordert die Gewerkschaft von den Arbeitgebern die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge, damit diese für alle Betriebe in der Branche gelten. Nur so
  • lassen sich Tarifflucht und Dumpinglöhne verhindern.