Tarifrunden Handel NORD 2021

Tarifabschluss für den Einzelhandel in Schleswig-Holstein

Tarifrunden Handel NORD 2021

Tarifabschluss für den Einzelhandel in Schleswig-Holstein

Tarifrunde im Einzelhandel Schleswig-Holstein
Ohne uns kein Geschäft ver.di Ohne uns kein Geschäft  – Tarifrunden Handel 2021

 
Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, wurde am heutigen Donnerstag, den 21.10.21, ein entscheidender Durchbruch im seit Mai andauernden Tarifkonflikt im schleswig-holsteinischen Einzelhandel erreicht. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) und der Handelsverband Nord einigten sich auf einen Tarifabschluss für die rund 90.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Land. 

Die Löhne und Gehälter für die Beschäftigten, die bis zur Gehaltsgruppe der Verkäufer*in im letzten Berufsjahr (2.704 Euro in Vollzeit) eingruppiert sind, steigen rückwirkend zum 1. September 2021 um 3 Prozent. 

Für alle Beschäftigten in höheren Entgeltgruppen gibt es einen Festbetrag in Höhe von 81,07 Euro. 

Ab dem 1. Mai 2022 erhalten alle Beschäftigten des Einzelhandels weitere 1,7 Prozent. 

Die Ausbildungsvergütungen steigen jeweils zum 1. September in diesem und im darauffolgenden Jahr um 30 Euro. 

Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

Besonders wichtig ist aus Sicht von ver.di außerdem der Wegfall der von der Arbeitgeberseite gewünschten Branchendifferenzierung im Tarifvertrag. 

„Der erkämpfte Abschluss gilt für alle Beschäftigten des Einzelhandels, unabhängig davon, wo sie arbeiten. Erneut konnten wir eine überproportionale Erhöhung für die unteren Entgeltgruppen erreichen. Das ist ein großer Erfolg“, so Heike Lattekamp, die Verhandlungsführerin von ver.di Nord. weiter. 

Auf eine gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeitserklärung für die Tarifverträge im Einzelhandel konnten sich die Tarifparteien nicht verständigen. 

Um weiterer Wettbewerbsverzerrung durch anhaltende Tarifflucht, prekärer Entlohnung und einem Wettbewerb zu Lasten der Beschäftigten entgegen zu wirken, wird die Forderung nach einer Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge aus Sicht von ver.di Nord aber weiter von zentraler Bedeutung bleiben.