Tarifrunden Handel NORD 2021

Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel erneut ohne Ergebnis …

Tarifrunden Handel NORD 2021

Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel erneut ohne Ergebnis

Tarifrunde im Groß- und Außenhandel Schleswig-Holstein
Ohne uns kein Geschäft ver.di Ohne uns kein Geschäft  – Tarifrunden Handel 2021


Arbeitgeber bietet Beschäftigten nur Reallohnverlust für die nächsten Jahre

Die heutige dritte Verhandlungsrunde für die rund 35.000 Beschäftigten des Groß- und Außenhandels in Schleswig-Holstein endete ohne Annäherung der Tarifparteien. Die Arbeitgeberseite legte zwar ein neues Angebot vor, das jedoch von ver.di als viel zu niedrig zurückgewiesen wurde. Die Verhandlungen werden am 29. Oktober fortgesetzt. 

Das heutige Arbeitgeberangebot sieht folgende Tariferhöhungen bei einer Laufzeit von 24 Monaten (01.05.2021 bis 30.04.2023) vor:

2 % mehr Lohn und Gehalt ab 01.12.2021 (nach sieben Nullmonaten ohne Erhöhung),
eine weitere Erhöhung um 2 % ab 01.08.2022 (nach weiteren drei Nullmonaten). 
Die ver.di-Verhandlungskommission hat das Angebot als viel zu niedrig und nicht verhandelbar abgelehnt. ver.di-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp: " Das Angebot der Arbeitgeber gleicht bei weitem nicht die aktuell prognostizierten Preissteigerungen in diesem und nächsten Jahr aus. Zehn Nullmonate (von insgesamt 24 Monaten), in denen es keine Erhöhung geben soll – das ist keine Basis für ernsthafte und zielführende Verhandlungen! Und das alles bei vorausgesagten Preissteigerungen von 3 % im laufenden und ca. 2,5 % im nächsten Jahr und der Tatsachen, dass die Umsätze im Groß- und Außenhandel nach dem 1. Halbjahr 2021 wieder über dem Vorkrisenniveau liegen." 

"Wertschätzung für die geleistete Arbeit der Beschäftigten sieht anders aus als das, was die Arbeitgeber heute abgeliefert haben. Die angemessene Antwort aus den Betrieben wird nicht lange auf sich warten lassen", so Heike Lattekamp. 

ver.di erhebt folgende Tarifforderungen:

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 155 €, mindestens jedoch um 6 %
  • ein tarifliches Mindestentgelt von 12,50 € pro Stunde,
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 70 €,
  • die neuen Tarifverträge sollen für eine Laufzeit von 12 Monaten vereinbart werden. 

Außerdem fordert die Gewerkschaft von den Arbeitgebern die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge, damit diese für alle Betriebe in der Branche gelten. Nur so lassen sich Tarifflucht und Dumpinglöhne verhindern.