Media-Saturn

Media-Saturn kündigt Entlassungen an

MediaMarkt Saturn

Media-Saturn kündigt Entlassungen an

ver.di fordert Perspektiven für die Beschäftigten
Media Markt WikimediaImages Wir bei MediaMarkt Saturn  – ver­.­di-In­for­ma­tio­nen für die Be­schäf­tig­ten von MediaMarkt Saturn


Obwohl der Online-Boom das operative Geschäft der Ceconomy AG beflügelt, sollen bei Media-Markt und Saturn bis zu 1000 Arbeitsplätze gestrichen und 13 Filialen in Deutschland geschlossen werden. Darüber berichtete die Lebensmittelzeitung.

Maren Ulbrich, die in der ver.di-Bundesverwaltung für Media/Saturn zuständig ist, erklärt dazu:

„Media-Saturn machte nach eigenen Angaben in 2020 einen Umsatz von 12,32 Milliarden Euro und verzeichnet damit angeblich Umsatzeinbußen von -1,5 Prozent zum Vorjahr. Jedoch sind Umsatz und Gewinn zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Denn bei der Consumer Electronic ist Media-Saturn absoluter Spitzenreiter in Deutschland und generiert so viel Gewinn wie Euronics, Electronic Partner und expert, die anderen drei Top-Player auf dem deutschen Markt, zusammen.

Dass das Unternehmen die Pandemie nun als Vorwand nutzt, seine Rotstiftpolitik umzusetzen und Beschäftigte rauszuschmeißen, ist kein zukunftsweisendes Konzept. Vielmehr sind die Entlassungen und Filialschließungen kurzfristig gedacht und beinhalten keine Perspektiven, wie das Unternehmen nach vorne entwickelt werden soll.

Die Beschäftigten bei Media-Saturn haben die Krise  der stationären Märkte nicht verursacht. Deshalb dürfen sie auch nicht das ausbaden müssen, was das Management über Jahre bezüglich des veränderten Kaufverhaltens und der Kundeorientierung versäumt hat.

Bisher hat das Unternehmen weder gegenüber den Betriebsräten noch den Beschäftigten offengelegt, welche Märkte geschlossen und wie die Stellenstreichungen vollzogen werden sollen. Wir fordern das Management auf, die Beschäftigten nicht länger im Dunkeln zu lassen und die Informationen transparent gegenüber den Beschäftigten, den Betriebsräten und ver.di offenzulegen. Wir rufen alle Beschäftigte dazu auf, sich in ver.di als Mitglied zu organisieren, damit wir uns gemeinsam für die Zukunft der Beschäftigten stark machen können.“