Aktuelles

ver.di weist FDP-Forderung nach Ausweitung strikt zurück

Sonntagsöffnung Schleswig-Holstein

ver.di weist FDP-Forderung nach Ausweitung strikt zurück


Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) weist die Stimmungsmache zum Thema Sonntagsöffnung für den Einzelhandel in Schleswig-Holstein strikt zurück.

„Es ist allmählich ermüdend, immer wieder das Quietschen der Mottenkiste zu hören, wenn die FDP, nun im Rahmen der Pandemie, ihre verstaubten Forderungen nach einer Sonntagsöffnung der Geschäfte wieder auspackt“, so Susanne Schöttke, Landesbezirksleiterin von ver.di Nord.

„Auch durch ständige Wiederholung wird die Behauptung nicht richtiger, dass Sonntagsöffnungen zu einer Entzerrung der Kundenströme beitragen. Das Gegenteil ist der Fall: Sonderöffnungen, die zudem oft von besonderen Angeboten begleitet werden, wirken als Anreiz für Menschen, gerade an diesem Tag in die Geschäfte zu eilen. Das führt zu gefährlichen Menschenansammlungen, nicht zu einer Entspannung der Lage. So sieht das übrigens auch die Gerichtsbarkeit, denn in NRW wurde die Coronaverordnung des Landes vom OVG Münster mit genau dieser Argumentation gekippt“, so Schöttke weiter.

Die Gewerkschaft ver.di wird ein Unterlaufen oder Aufweichen der Schutzfunktion des arbeitsfreien Sonntags, der durch das Grundgesetz klar geregelt ist, nicht weiter hinnehmen. Ein Versuch, die so genannte Anlassbezogenheit für Sonntagsöffnungen zu ignorieren oder neu zu regeln, würde zu einer Verschärfung des Ausnahme-Regeltatbestandes der Öffnungen führen. Als Konsequenz könnte dann auch die Bäderregelung zur Disposition gestellt werden.